Lavater, Diethelm:

Von der alten zur neuen Freimaurerei. Briefwechsel und Logenreden von Diethelm Lavater nach 1800. Mit der Biographie D. Lavaters von Heinrich Meier. Aus dem Archiv der Zürcher Loge Modestia cum Libertate. Herausgegeben und eingeleitet von Werner G[abriel] Zimmermann. Zur 150-Jahr-Feier der Schweizerischen Grossloge Alpina. Im Auftrag der Modestia cum Libertate. Zürich, Rohr 1994. Gr.-8°. Mit farbigem Frontispiz [Porträt] und 10 Abbildungen im Text. 504 S. Blauer OLwd. mit OUmschlag.

Dittrich 2192. - Erste Ausgabe. - Klappentext: „Vom Stillstand der Arbeiten 1771 gegründeten Züricher Freimaurerloge ‘zur Bescheidenheit’ im Jahr 1786 bis zu ihrer Wiedereröffnung 1811 als ‘Modestia cum Libertate’ verging genau ein Vierteljahrhundert. Frühe Spuren erneuerter Aktivitäten finden sich jedoch schon in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts. Von 1809 an verdichten sie sich im Nachlass Diethelm Lavaters (1743-1826), des im Ancien Regime führenden Freimaurers, in der nach langer Pause wieder aufgenommenen Korrespondenz mit altbefreundeten Brüdern, so mit dem Baseler Bürgermeister und eidgenössischen Landmann Peter Burckhardt (1742-1817), dem Darmstädter Oberhofprediger Johann August von Starck (1741-1816), mit dem Strassburger Juristen und Publizisten Rudolf Salzmann (1749-1820), mit dem Strassburger Juristen, Magistraten und Diplomaten Johannes von Türckheim (1749-1824) und mit dem Landgrafen Carl von Hessen-Kassel (1744-1836). Neben diesen Korrespondenzen sind auch Logenreden Lavaters erhalten - Botschaften an seine alten und neuen Brüder, in denen der Kern seiner Überzeugungen und Anliegen zum Ausdruck kommt. Lavater lehnte die Wiederbelebung des Freimaurerordens grundsätzlich ab, blieb aber freimaurerischem Gedankengut und Ethos weiterhin eng verbunden und nahm als verehrte Vaterfigur immer wieder teil an Zusammenkünften der ‘Modestia cum Libertate’. Die äussere Geschichte der schweizerischen Logen zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist in den grossen Zügen bekannt. Neuland betritt die Publikation der vorliegenden Korrespondenz Lavaters vor allem durch mannigfaltige Einblicke in die Gedankenwelt gleichaltriger, durch Beruf, Werdegang und öffentliche Stellung prominener Freimaurer des 18. Jahrhunderts am Ende ihres Lebens und in den Jahren des neuen Aufschwungs der Freimaurerei im Zeitalter Napoleons und der Restauration. Es geht um Themen der geschichtlichen Herkunft der Freimaurerei, der in sie eingeflossenen Lehren und Symbole, um christliche Esoterik, um Alchemie sowie durchgehend um die kontroverse Frage nach dem Sinn der Wiederbelebung des Freimaurerordens. Die allen Beteiligten gemeinsame christliche Haltung macht die Korrespondenz auch zu einem Dokument des religiösen Ringens in der Nachbarschaft der damaligen Erweckungsbewegung. In einer Einleitung werden Personenkreis, Anlässe und Themen der Korrespondenz Diethelm Lavaters beschrieben und die allgemeinen Zusammenhänge eingeordnet.“ - „Mit Werner G. Zimmermann konnte die M.c.L. einen nicht-freimaurerischen Historiker gewinnen, der - in Zusammenarbeit mit dem Logenarchivar Adolf Baumann - mit Kompetenz und frei von der Versuchung maurerischer Selbstgefälligkeit die Edition und die historische Einordnung der Quellentexte besorgte“ (Geleitwort S.7). - Umschlag minimal berieben.

Schlagworte: Freimaurerei / Masonica / Schweiz

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