Schmude, Detlef:

Vom Schwingen und Klingen Und göttlichen Dingen. Gedanken über stille Kräfte, durch die Menschen und Dinge bewußt oder unbewußt wirken. Selbstverlag. Zu beziehen von Peter Sterzenbach, Quedlinburg, Harz IV M [1919]. 95, [1] S. Rote OKart.

Goodrick-Clarke, Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus S.103 und 253. - Erste Ausgabe, äußerst selten. - Detlef Schmude, frühes Mitglied (Fra Detlef) im „Ordo Novi Templi“ des Lanz von Liebenfels, Mitarbeiter der „Ostara“-Schriften und wichtiger Organisator im ONT. Siehe auch: Goodrick-Clarke S.101-104, 148 und 185 sowie Hieronimus S.22, 26, 62-64. - „Nach seinem Dienst im deutschen Heer kehrte [Schmude] 1918 nach Großottersleben im Harz zurück, wo er einen Roman schrieb, der auf seinen Erfahrungen im ONT basierte. ‘Vom Schwingen und Klingen und göttlichen Dingen’ (1919) beschäftigt sich mit dem lebenserhöhenden Wert okkulter mentaler Schwingungen zwischen Personen, die in der Lebensreformbewegung aktiv waren. Der Roman beschreibt die Waldkapelle eines jungen Mannes, die der mystischen christlichen Anbetung geweiht war, und ihren Kreis der Wächter. Neben dem ausdrücklichen Hinweis auf das ONT-Zeremoniell, die Ordenstracht und die barocke Heraldik mit dem Engel-Faun-Symbol zeigt das Buch eine starke Neigung zur Literatur der ‘Gralsuche’ in punkto Thematik und Stil“ (Goodrick-Clarke S.103). Sehr interessant auch bezüglich der hier dargestellten Unterschiede zwischen der Lehre der „aristokratisch gerichteten Templeisen“ und der „Masdasnan-Anhänger“ des Dr. Hanish, sowie auch deren Verwandschaft. Siehe S.49, 54, 73 und Fußnote S.93: „Daß die sonst unbestritten erhabene Masdasnan-Lehre in Deutschland so schwer Fuß faßt, verdankt der Masdasnan-Bund den zahlreichen Schmarotzern, die sich an ihn aus niederen Beweggründen heranmachen, indessen die Templeisen eine scharfe Auswahl ihrer Jünger treffen, ehe sie in den Kreis einer Templeise aufgenommen werden“. - Der Umschlag zeigt das sogenannte „Kruckenkreuz“ (oder auch: Tau-Kreuz, Jerusalem-, Krücken- oder Hammer-Kreuz), darunter der auch auf dem Titel wiederkehrende Sinnspruch: „Empor zum Licht aus dunkler Nacht! Empor aus Todesschatten! Wer stolz zum Herrn der Welt sich macht, Dem beugen sich die Schatten!“. Die Widmung (S.5) an seine Frau und das Nachwort (S.93) datiert: „Großottersleben, Sommer 1918“. Auf der letzten Seite unten: „Druck von Hesse & Becker in Leipzig“. - Vortitel verso mit längerer handschriftlicher Widmung an Ewald Große von Oskar Grimm, datiert 18.7. 1924, mit einem Zitat von Lanz von Liebenfels. Das hier verwendete Zitat von Lanz findet sich auch bei Goodrick-Clarke S.103! - Umschlag berieben, Rücken etwas eingerissen, teilweise schwach stockfleckig und etwas eselsohrig, 1 Seite mit geringen Anstreichungen. Die handschriftliche Widmung in Tinte auf den Vortitel durchschlagend.

Schlagworte: Ariosophie / ONT

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